NEU FINANZIERTE FORSCHUNG WIRD ÄRZTEN HELFEN, DEN HAARAUSFALL BESSER ZU VERSTEHEN UND NEUE EINSATZBEREICHE BEI DER HAARTRANSPLANTATION ZU IDENTIFIZIEREN

NEU FINANZIERTE FORSCHUNG WIRD ÄRZTEN HELFEN, DEN HAARAUSFALL BESSER ZU VERSTEHEN UND NEUE EINSATZBEREICHE BEI DER HAARTRANSPLANTATION ZU IDENTIFIZIEREN
International Society of Hair Restoration Surgery vergibt zahlreiche Forschungszuschüsse

HINWEIS: Förderungsnehmer stehen auf Anfrage für Medieninterviews zur Verfügung.

GENEVA, IL (19. Oktober 2016) — Die Zukunft sieht dank kontinuierlicher Forschung, die erweiterte Einsatzbereiche in der Haartransplantation und medizinischen Therapien ergeben, für Personen vielversprechend aus, die unter Haarausfall leiden. Während des 24. Weltkongresses im Oktober 2016 vergab die International Society of Hair Restoration Surgery (ISHRS) Forschungszuschüsse an weltweit führende klinische Forscher.  

„Die ISHRS unterstützt seit langem die klinische Forschung, da sie das Engagement unserer Ärzteschaft für die Ergebnisse der Patientenbehandlung fördert, indem nicht nur bei klinischen Untersuchungen, sondern auch bei der Haartransplantation und der Ethik die höchsten Standards gefördert werden“, sagte Ken Washenik, MD, PhD, FISHRS, ISHRS Präsident.  „Zu den diesjährigen Zuwendungsempfängern der ISHRS Forschungsförderung zählen führende Persönlichkeiten des Fachbereichs, Personen, die wichtige klinische Studien identifizieren und durchführen, die zu evidenzbasierten Best Practices beitragen.  Wir sprechen diesen Fachleuten und allen, die Qualitätsforschung in unserem Fachbereich durchführen, unsere Anerkennung dafür aus, dass sie denjenigen, die von Haarausfall betroffenen sind, neue und bewährte Möglichkeiten bereitstellen.“

Zusammenfassung von den Studien:

Können Männer, die ein Risiko für die Entwicklung medikamentös bedingter Depressionen haben, identifiziert werden?

Das Medikament Finasterid, das unter dem Markennamen Propecia verkauft wird, ist ein weit verbreitetes orales Medikament, das bei männlichem Haarausfall (androgenetische Alopezie) verschrieben wird. Obwohl das Medikament wirksam ist (die Forschung zeigt eine Verbesserung des Haarausfalls von ca. 30 % nach einer sechsmonatigen Behandlung), kann es bei einer Untergruppe von Männern zu Nebenwirkungen führen. In dieser Studie, Verwendung von Finasterid und das Auftreten von Depressionen: eine prospektive Kohortenstudie, stellt Forschungsleiter Paul V. Shapiro, MD, Minneapolis, MN, USA, die Hypothese auf, dass Patienten, die Finasterid einnehmen und eine Veranlagung zu Depressionen haben, wahrscheinlicher eine Depression entwickeln als Personen ohne diese Veranlagung. Den heutigen Haarchirurgen stehen nur wenige Werkzeuge zur Verfügung, um potentielle Kandidaten für eine Finasterid-Behandlung ein- oder auszuschließen. Es ist das Ziel, den Chirurgen dabei zu helfen, bessere Kandidaten für die Behandlung zu definieren und das Risiko von Nebenwirkungen in Untergruppen von Patienten zu minimieren. Zu den Forschungskollegen gehören David S. Josephitis, DO, FISHRS, und Mark Schuler, PhD, beide Minneapolis, MN, USA.

Kann ein besseres Verständnis von posttraumatischer Knochenzellentwicklung zu einer neuen Behandlung führen?

Heterotope Ossifikation (HO) ist das Vorhandensein von Knochen in weichem Gewebe, in dem normalerweise kein Knochen vorhanden ist, in der Regel aufgrund von Verletzungen des Bewegungsapparates, Rückenmarksverletzungen, Verletzungen des zentralen Nervensystems oder Verbrennungen.  Schmerzen aufgrund einer HO sind stark behindernd und es existiert keine effektive Behandlungsstrategie.  In einer Studie mit dem Titel Bisulfitsequenzierung der menschlichen Zellen der dermalen Papille, werten die Forscher Gregory Williams, MBBS, FISHRS, Fakultätsmitglied am University College London und Claire Higgins, PhD, Professorin, Institut für Bioengineering am Imperial College London, England, Zellen der dermalen Papille von Haarfollikeln aus, um ein besseres Verständnis darüber zu erhalten, was mit der Zellstruktur und dem umliegenden Gewebe als Reaktion auf eine Verletzung passiert.  Sie versuchen die Plastizität von Zellen der dermalen Papille zu definieren, indem die Veränderungsmechanismen in diesen Zellen aufgrund eines hochenergetischen Traumas deutlicher isoliert werden. Dies wird zu einem besseren Verständnis der HO-Entwicklung beitragen und idealerweise Möglichkeiten für weitere gezielte Behandlungen identifizieren.

Werden Injektionen, die Stammzellen und Plasma kombinieren, die Haarregeneration verbessern?

Eine Studie mit dem Titel Biozelluläre regenerative Therapie bei Haarausfall: Einsatz hochporöser thrombozytenreicher Plasmakonzentrate und zellangereicherter emulgierter adipöser Gewebe-Stromal-Gefäßfraktion wird den ersten Ansatz seiner Art für den Einsatz einer Kombination aus Stammzellen und Plasma für Kopfhautinjektionen zur Behandlung androgenetischer Alopezie und bei weiblichem Haarausfall untersuchen. Die Forschungsleiter Ken L. Williams, Jr., DO, Fakultät in der Abteilung für Allgemeinmedizin an der Western University of Health Science und Robert Alexander, MD, DMD, Stevensville, MT, USA, wollen bestimmen, ob diese einzigartige Methode die Follikelnische und das Haarwachstum anregen, um nachfolgende regenerative Effekte zu erzeugen. Im Gegensatz zu anderen Stamm-/Stromazellen-Behandlungen und Methoden, erfolgt dieses Verfahren ambulant mithilfe eines Tischgerätes und beinhaltet weder eine Verbesserung, Konditionierung, Manipulation oder Kultur von Zellen.  Zu den Forschungspartnern gehören Robert Niedbalski, DO, Tacoma, WA, USA, Bernard Nusbaum, MD, FISHRS und Paul Rose, MD, FISHRS, beide Coral Gables, FL, USA, und Ryan Welter MD, PhD, North Attleborough, MA, USA, Fakultät in der Abteilung für Allgemeinmedizin an der Brown University.

Können durch die Verwendung von Beschallung für die Aktivierung von thrombozytenreichem Plasma Risiken und Kosten gemindert werden?

Thrombozytenreiches Plasma (PRP) trägt mehr als 20 Wachstumsfaktoren. PRP wird seit Jahrzehnten von vielen Fachärzten zur Beschleunigung der Wundheilung und der Gewebereparatur eingesetzt. Die Forschung zeigt verbessertes Haarwachstum und verbesserte Dichte, wenn PRP für die Haartransplantation verwendet wird. Zur Aktivierung von PRP werden unterschiedliche Agenten und Ansätze verwendet, jedoch wurde die Bewertung der einzelnen Vorzüge bisher nur wenig erforscht.  Die Risiken und Kosten variieren jeweils. In dieser Studie will Bradley R. Wolf, MD, FISHRS, Cincinnati, OH, USA, PRP mit einem Agenten (Calciumgluconat) und Beschallung (Anwendung von Schallenergie) zur Zellaktivierung untersuchen. In dieser Studie mit dem Titel Einfluss von Wachstumsfaktorkonzentration auf Haupthaartransplantationen wird er diese Methode verwenden sowie auch eine Methode unter Verwendung von Beschallung mit einem Placebo und dann die beide Ansätze nebeneinander zum Zeitpunkt der Transplantationen von Haupthaar vergleichen. Die Studie zielt darauf ab, die Vorteile einer risikoarmen Methode der Thrombozytenaktivierung, wie durch Beschallung, zu identifizieren. John P. Cole, MD, Atlanta, GA, USA, und Chiara Insalaco, MD, Rom, Italien, sind Forschungskollegen.

Um Patienten zu helfen, die Ursachen von Haarausfall und die verfügbaren Behandlungen zu verstehen, bietet die ISHRS unter www.ishrs.org eine Reihe von Videos an, mit den Titeln „Warum verlieren Frauen ihr Haar?“ und „Warum verlieren Männer ihr Haar?

Über die ISHRS

 Die International Society of Hair Restoration Surgery (internationale Gesellschaft für Haarchirurgie, ISHRS) ist ein globaler gemeinnütziger Ärzteverbund mit mehr als 1.200 Mitgliedern aus 70 Ländern und weltweit eine führende Autorität in der Behandlung von Haarausfall und in der Haarchirurgie. Die ISHRS engagiert sich vor allem für die Erzielung erstklassiger Ergebnisse für Patienten, und zwar durch die Förderung der höchsten medizinischen und ethischen Standards und durch Forschung in der Branche der medizinischen Haarerneuerung. Weiterhin bietet die ISHRS fortlaufende medizinische Weiterbildungen für Ärzte an, die sich auf Haartransplantationen spezialisieren, und stellt aktuelle Informationen über medikamentöse und chirurgische Behandlungen für Personen bereit, die unter Haarausfall und am häufigsten unter androgenetischer Alopezie - männlicher Kahlheit und weiblichen Haarausfall - leiden. Sie wurde im Jahr 1993 als erste internationale Gesellschaft zur Förderung der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung und zur Ausbildung von Fachleuten im Bereich der Haartransplantation gegründet. Für weitere Informationen und um einen Arzt zu finden, besuchen Sie www.ishrs.org.

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