Die International Society of Hair Restoration Surgery warnt vor den potenziell ernsten Gefahren, die entstehen, wenn nicht dafür qualifizierte Personen Haartransplantationen durchführen

Die International Society of Hair Restoration Surgery warnt vor den potenziell ernsten Gefahren, die entstehen, wenn nicht dafür qualifizierte Personen Haartransplantationen durchführen

Die International Society of Hair Restoration Surgery (ISHRS) hat heute eine Mitteilung veröffentlicht, die darauf hinweist, dass weltweit immer mehr nicht qualifizierte Personen Haartransplantationen durchführen und dadurch die Patienten gefährden. Alle Personen, die eine Haartransplantation in Betracht ziehen, sollten sich an einen qualifizierten Chirurgen mit der entsprechenden Ausbildung, Erfahrung und Zulassung wenden, sagt die ISHRS, ein gemeinnütziger Ärzteverbund und führende Autorität in der Behandlung von Haarausfall und der Haartransplantation. Außerdem weist die ISHRS die Patienten darauf hin, dass sie darauf achten müssen, dass der Arzt, mit dem der Termin vereinbart wurde, auch tatsächlich die Transplantation durchführt und diese nicht an eine nicht entsprechend qualifizierte Person delegiert.

„Immer mehr Patienten bitten die Ärzte der ISHRS um Unterstützung und darum, Fehler zu korrigieren, für die Personen, die keine entsprechende Zulassung oder Ausbildung zur Durchführung von Haartransplantationen haben, verantwortlich sind“, sagte Dr. Ken Washenik, Mitglied von FAAD und FISHRS und Präsident der ISHRS. „Die ISHRS hat mit großer Sorge festgestellt, dass Patienten, in einigen Fällen, irreparable Schäden an ihrem Haar oder an der Kopfhaut erlitten haben. Wir sind äußerst betroffen, wenn wir von Komplikationen hören, von denen einige schwerwiegend sind, und die dadurch entstehen, dass in den USA und in anderen Ländern nicht dafür zugelassene Chirurgen Transplantationen durchführen.“

Wenn heute Haartransplantationen von entsprechend ausgebildeten Ärzten auf sichere und effektive Art und Weise durchgeführt werden, wirkt das neue Haar natürlich, ist dauerhaft und praktisch nicht als chirurgischer Eingriff erkennbar“, sagte Washenik. „Die ISHRS geht an die Öffentlichkeit, da wir uns darauf konzentrieren, die Qualität für die Patienten durch laufende Schulung und Aufklärung des medizinischen Fachpersonals und der Interessenten zu verbessern“, fügte er hinzu.

Die ISHRS warnt davor, dass die Sicherheit der Patienten und die Behandlungsergebnisse gefährdet werden, und ermutigt Interessenten, sich den folgenden Sachverhalt bewusst zu machen:

  • Auch bei einer minimalinvasiven Haartransplantation handelt es sich um einen chirurgischen Eingriff, der medizinisches Know-how verlangt.  Es werden beispielsweise diagnostische Entscheidungen getroffen, es erfolgen Schnitte durch alle Hautschichten, die richtige Dosis der Betäubungsmittel ist für die Sicherheit des Patienten entscheidend und die Patienten müssen medizinisch überwacht werden. Dies sind nur einige der Gründe, warum alle chirurgischen Eingriffe als medizinische Eingriffe betrachtet werden müssen.
  • Bei einer Hautstreifentransplantation (FUT/Follicular Unit Transplantation) werden Hunderttausende von kleinen Einschnitten vorgenommen. Dies gilt für die beide Haartransplantationsformen: FUT und FUE (Follicular Unit Extraction).
  • Entsprechend ausgebildete und zugelassene Ärzte -- und wo das in den Vereinigten Staaten gesetzlich zulässig ist, Arztassistenten praktizierende Pflegeexperten, die in dem Bereich, der durch ihre Zulassungen abgedeckt ist, arbeiten -- sollten die einzigen sein, die Haartransplantationen durchführen.  Dazu gehört die Diagnose vor dem Eingriff, die Planung des Eingriffs, die Ausführung des Eingriffs (einschließlich der Gewinnung von Spenderhaar, dem Festlegen des Haaransatzes und der Vorbereitung der Einpflanzstelle) und der Umgang mit medizinischen Probleme und Nebenwirkungen.
  • Wenn nicht zugelassene Personen Haartransplantationen durchführen, die eine hochgradige Qualifizierung voraussetzen, kann es nicht nur zu Komplikationen beim Eingriff kommen, sondern es besteht auch das Risiko von Fehldiagnosen oder der Durchführung von unnötigen Eingriffen oder von Eingriffen, für die keine qualifizierte Beratung erfolgte.  Beispielsweise ist Haarverlust in einigen Fällen auf Störungen im Zusammenhang mit systemischen Erkrankungen zurückzuführen, die, wenn sie nicht richtig diagnostiziert und behandelt werden, zu großen medizinischen Problemen führen können.

Laut Dr. Washenik sind die Gesetze bezüglich der Schritte des Prozederes, die an nicht zugelassene Personen delegiert werden können, von Land zu Land und von Bundesstaat zu Bundesstaat sehr unterschiedlich. Die ISHRS glaubt jedoch, dass nur Personen mit entsprechender Zulassung und Kenntnissen auf dem Gebiet der Haartransplantation alle chirurgischen Inzisionen und Exzisionen des Eingriffs durchführen sollten. „Wenn Ärzte mit ihren Referenzen werben und den chirurgischen Eingriff dann an nicht zugelassene Personen delegieren, sehen wir das als Irreführung und Risiko für die Patienten an“, sagte er.

Als führende Autorität in der Behandlung von Haarausfall und in der Haartransplantation mit über 1.200 Mitgliedern in 70 Ländern stellt die ISHRS Informationsmaterialien für Patienten zur Verfügung, die eine Haartransplantation in Erwägung ziehen. Die Fragen, die Interessenten an die Ärzte richten sollten, finden Sie unter: www.ishrs.org/article/questions-ask-your-hair-doctor">http://www.ishrs.org/article/questions-ask-your-hair-doctor. Die Funktion für die Arztsuche steht auch auf folgender Website zur Verfügung: www.ishrs.org oder Anruf bei der Hotline der ISHRS für Patientenfragen an: 1-800-444-2737 (gebührenfrei für Anrufe aus den USA) oder +1-630-262-5399.

Informationen zur ISHRS
 Die International Society of Hair Restoration Surgery (ISHRS) ist ein globaler gemeinnütziger Ärzteverbund mit mehr als 1.200 Mitgliedern aus 70 Ländern und weltweit eine führende Autorität in der Behandlung von Haarausfall und in der Haartransplantation. Die ISHRS engagiert sich vor allem für die Erzielung erstklassiger Ergebnisse für Patienten durch die Förderung der höchsten medizinischen und ethischen Standards und durch Forschung in der Haartransplantation. Weiterhin bietet die ISHRS fortlaufende medizinische Weiterbildungen für Ärzte an, die sich auf Haartransplantationen spezialisieren, und stellt aktuelle Informationen über medikamentöse und chirurgische Behandlungen für Personen bereit, die unter Haarausfall und am häufigsten unter androgenetischer Alopezie - Glatzenbildung bei Mann und Frau - leiden. Sie wurde im Jahr 1993 als erste internationale Gesellschaft zur Förderung der kontinuierlichen Qualitätsverbesserung und zur Ausbildung von Fachleuten im Bereich der Haartransplantation gegründet. Weitere Informationen sowie eine Funktion zur Arztsuche finden Sie unter: www.ishrs.org.
# # #

Show on Home Slider: 
Yes

Share this article:

Twitter icon
Facebook icon
LinkedIn icon